Forschung LSWI

Anspruchsvolle Forschung auf internationalem Niveau

Die digitale Transformation eröffnet große Chancen für Wirtschaft und Verwaltung
Betrachtungsobjekt unserer Forschung sind sozio-technische Systeme in Wirtschaft und Verwaltung, deren Effizienz, Qualität, Wettbewerbsfähigkeit und Zufriedenheit gesteigert werden soll. Besonderes Augenmerk kommt dabei dem Menschen in Interaktion mit zunehmend autonomeren Systemen zu. Selbstorganisation, Autonomie und Emergenz werfen zahlreiche Forschungsfragen auf, u.a. hinsichtlich ihrer Messung und Bewertung des empirischen Nachweises ihrer Wirksamkeit, aber auch hinsichtlich ihrer Erzeugung, z.B. in wandlungsfähigen sozio-technischen Systemen.

Wir entwickeln innovative Lösungen 
Zur Beurteilung der Interaktion des arbeitenden Menschen mit der Technik entwickeln, verwenden und verbessern wir Modelle, z.B. des Austauschs und der Generierung von Wissen. Wir verfolgen gestaltungsorientierte, experimentelle modell-, evidenz- und laborbasierte Forschungsansätze und arbeiten an einer zunehmenden Automatisierung der Modellerstellung, z.B. von Geschäftsprozessen. Die konkrete Anwendung manifestiert sich in unseren herausragenden Forschungszentren, die einen internationalen Anziehungspunkt für Forschung und Anwendung bilden.

Fünf interdisziplinär aufgestellte Forschungsgruppen 
Fünf interdisziplinär aufgestellte Forschungsgruppen tragen dazu bei, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Grundlage dafür bietet das im deutschsprachigen Raum einzigartige Forschungs- und Anwendungszentrum Industrie 4.0, das Automatisierungstechnik, Logistik, Robotik, sowie betriebliche Anwendungssysteme in einer softwaretechnisch integrierten, echtzeitfähigen Lernfabrik vereint. Hier werden Fragestellungen aus der Praxis in die Forschung überführt und wissenschaftliche Erkenntnisse für die Gesellschaft aufbereitet. Mit zahlreichen Forschungs- und Verbundprojekten tragen wir aktiv dazu bei, Wissen zur Wirkung zu bringen und Fortschritte zu ermöglichen.

Forschungsgebiete

Die Forschung am Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik, Prozesse und Systeme ist den Herausforderungen der digitalen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft verpflichtet. Dabei werden sowohl wissenschaftliche Grundlagen wie auch markt- und technologierelevante Themen erarbeitet. Die Lehrstuhlangesiedelten Forschungs- und Anwendungszentren ermöglichen eine innovative Zusammenarbeit von Universität und Wirtschaft - ob Studien, Beratung, Seminare, Workshops oder langfristige gemeinsame Forschungsvorhaben. Die enge Verbindung zu Industrie, Handel und Softwareindustrie ist stets ein Impulsträger für die fünf interdisziplinär aufgestellten Forschungsgebiete:

Zu den Forschungsgebieten

Nachhaltiger Wandel

Steigerung der Anpassungsfähigkeit von Systemen bei sich verändernden Anforderungen.

Digitale Prozesse

Die Zukunft für den Unternehmenserfolg durch Informationssysteme und Geschäftsprozesse.

Wissen, Lernen, Weiterbildung

Der Transfer und die Aufnahme von Wissen in Zeiten der Digitalisierung.

Entscheidungsmanagement

Entscheidungen, ihre Folgen und wie wir damit umgehen.

Fabriksoftware

Industrie 4.0, Internet of Things und Manufacturing Analytics.

Aktuelle Forschungsprojekte

2020-2023

EDUC+M: EDUCating for Positive Management

In dem ERASMUS+ geförderten Projekt steht die Gestaltung von konkreten, innovative Lehr- und Lernformaten im Bereich Management, welche Aspekte der Ökonomie, Ökologie und des Sozialen berücksichtigt, im Vordergrund. Neben dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Prozesse und Systeme und dem Lehrstuhl für Public und Nonprofit Management der Universität Potsdam sind außerdem die Universität Paris Nanterre (Frankreich), Pécs Universität (Ungarn), Masarykova Universität (Tschechische Republik) Universität Degli Studi Di Cagliari (Italien) und die Universität Rennes (Frankreich) Teil des Projekts.

2021-2023

Mobile Fablabs: WI+R Verbundwerkstatt Lausitz

Das Verbundvorhaben „Mobilefablabs: WI+R Verbundswerkstatt Lausitz“ (MoFab) erforscht offen gestaltete Innovationsprozesse im Kontext von Wartung, Instandhaltung und Reparatur, die auf die Beteiligung der Lausitzer Bürgerschaft ausgerichtet sind. Fokussiert werden die lausitzspezifischen Themengebiete Mobilität, Wassernutzung, Industrie und Kultur. Das Vorhaben ist darauf ausgerichtet, Dynamiken zwischen lokalen Problemstellungen und modernen Technologien herzustellen, die im weiteren Verlauf zu Demonstratoren entwickelt werden. Im Ergebnis steht ein soziales Innovationmodell sowie konkrete Lösungen aus der Bürgerschaft. Teil des Konsortiums sind der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., der AWO Brandenburg Süd e.V., der Wissenschaftsladen Potsdam e.V. und die Universität Potsdam, mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Prozesse und Systeme.

2020-2022

API-KMU

Gestaltung altersgerechter, prozessnaher und interaktiver betrieblicher Weiterbildung in KMU durch den Einsatz von AR-Technologien